Timeout startet mit großer Unterstützung der Postcodelotterie ins Frühjahr



Im Herbst letzten Jahres erhielt die timeout Stiftung gGmbH außergewöhnlich große Unterstützung. Die Postcode Lotterie nahm timeout in den Kreis der förderungswürdigen Projekte auf und ermöglichte durch eine Förderung über 100.000 € den Start der Initiative „Nachhaltig Lernen und Leben im Schwarzwald“.


Ziel ist der Aufbaus eines partizipativen Ausbildungsortes für junge Menschen in Schwierigkeiten um ihnen die Ausbildung unmittelbar nach Beenden des Schulabschlusses zu ermöglichen. Es soll verhindert werden, dass junge Menschen mit einer bisher unangepassten oder schwierigen Biographie in der Übergangsphase zwischen Schulabschluss und Ausbildung erneut den Anschluss verpassen. Die Bereiche sozial-ökologische Landwirtschaft, Produktion und Vertrieb sind die ersten Schritte eines umfassenden Angebotes, das verschiedene Talente und Fähigkeiten der Jugendlichen aufgreift. Diese entwickeln wir anhand des Bedarfes zusammen mit den Jugendlichen. Unser Anspruch ist es dabei die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Aspekte der Nachhaltigkeit von Beginn an zu integrieren.

Geplant sind zunächst jährlich20 Ausbildungsplätze in den Sparten Landwirtschaft, Einzelhandel, Produktion oder im kaufmännischen Bereich. Später können weitere Sparten z.B. in der Gastronomie hinzukommen. Je nach Interesse können die Jugendlichen Teilqualifizierungsmodule aus den Bereichen absolvieren und kombinieren, oder sich für einen Zweig entscheiden.


Für den Aufbau des partizipativen Ausbildungsbetriebes bestehen am Standort Thurner bereits die Landwirtschaft, Gastronomie und ein Hotel vor Ort, ebenso eine kleine Bäckerei. Zudem kooperieren wir von Anfang an mit 15 ausbildenden Betrieben aus der Region. Für die Umsetzung der Produktionsstätten und des Hofladens stehen wir in engem Kontakt zu Landwirt:innen, die bei uns auf dem Gelände die Voraussetzungen für Veredelung und Verkauf schaffen. Parallel bauen wir ein regionales Netzwerk an Points of sales auf, mit denen wir entsprechende Abnahmevereinbarungen treffen.


Die ersten Jugendlichen sind seit nunmehr 5 Monaten aktive dabei, ihre Ausbildungsstätten zu erkunden. Wasserprojekte und Naturerlebnisbereiche werden ganz aktuell so ausgebaut, dass hier auch in den nächsten Jahren Ausbildung und Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung stattfinden kann. Erste Tiere – Schafe, Ziegen, Rinder sind schon eingezogen. Diese haben alle einen Bezug zur Region und dienen der Veranschaulichung der Ausbildung ebenso, wie dem Schutz regionaler bedrohter Arten. Schulungsräume sind voll ausgestattet und dienen der Vermittlung des theoretischen Wissens. Es laufen auch schon intensive Verhandlungen mit möglichen Kooperationspartnern, die in Zukunft die hier erzeugten regionalen Produkte an die Konsument:innen bringen werden.



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